Wie der SAFE Schutzverein für Finanzen entstand

Menschen und ihre Fragen

Unsere Geschichte begann in einer privaten Männerrunde, die sich wöchentlich traf und über alle möglichen Themen austauschte. Wir kamen aus verschiedenen Berufen und verstanden uns trotzdem prächtig, weil Einstellung und Ansichten dieselben waren – die Chemie passte eben.

Im Laufe der Zeit kamen immer öfter Themen aus dem Berufsalltag zur Sprache. Die kunterbunte Truppe bestand in wechselnder Besetzung aus Steuerberatern, Bankern, Rechtsanwälten, Finanz- und Versicherungskaufleuten, Wirtschaftsprüfern und weiteren Berufen, jeder selbstständig und Spezialist auf seinem Gebiet. Hinter den beruflichen Fragen standen immer Menschen: Menschen, die eine finanzielle Entscheidung treffen mussten, Unterstützung bei einem Vertrag suchten oder mit einem Problem nicht weiterkamen. Ihre Anliegen beschäftigten uns auch über den eigenen Berufsalltag hinaus.

Dabei merkten wir, wie hilfreich es war, die verschiedenen Perspektiven zusammenzubringen. Was für den einen eine offene Frage blieb, konnte ein anderer einordnen. Ein steuerliches Problem hatte vielleicht auch eine rechtliche Seite. Eine finanzielle Entscheidung ließ sich besser beurteilen, wenn mehrere Fachleute gemeinsam darauf schauten. Aus dem persönlichen Austausch entwickelte sich eine Zusammenarbeit, die wir auch anderen Menschen zugänglich machen wollten. Der Gedanke reifte: Gemeinsam könnten wir eine sehr schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen, um Verbrauchern im Sumpf der Finanzwelt besseren Schutz zu bieten und ihre Interessen gegebenenfalls auch rechtlich durchzufechten. Nur: In welcher Art und Form sollte dieser Zusammenschluss funktionieren?

Ein Bild für unsere gemeinsame Idee

Illustration der GründungsideeBei einem entscheidenden Treffen kam der Durchbruch. Als wir eintrafen, lag auf jedem Platz überraschend ein laminiertes Kinoplakat des Westernklassikers „Die glorreichen Sieben“. Für ein paar Minuten herrschte völlige Stille, man hörte förmlich die gedanklichen „Klicks“ – das ist es! Die Gesichter in der Runde hellten sich auf, nur zwei schauten ganz irritiert. Auch ihnen war der Film in drei Minuten erklärt: Sieben Männer setzen sich für ein schutzloses Dorf ein, jeder auf seinem Gebiet ein Spezialist, und gemeinsam bewahren sie das Dorf selbstlos vor dem Untergang. Genau das wollten wir für Verbraucher sein.

Das Plakat gab unserer Idee ein gemeinsames Bild. Wir wollten unsere berufliche Erfahrung bündeln und einen verlässlichen Anlaufpunkt für Verbraucher schaffen. Menschen sollten mit ihren Fragen ernst genommen werden und von dem Wissen mehrerer Fachrichtungen profitieren können.

Sieben Gründungsmitglieder machten daraus einen Verein – sieben, wie es für einen Verein vorgeschrieben ist. Wir erarbeiteten eine Satzung, verständigten uns über unsere Aufgaben und Werte und ließen den SAFE-Schutzverein für Finanzen e. V. im Jahr 2012 in Augsburg ins Vereinsregister eintragen. Gegründet haben ihn alle Gründungsmitglieder gemeinsam, und so verstehen wir uns bis heute: als Gemeinschaft, in der nicht der Einzelne im Vordergrund steht, sondern der gemeinsame Gedanke.

Aus dem Austausch wurde praktische Hilfe

Die Mitarbeit begann ehrenamtlich. Jeder brachte Zeit und Fachwissen ein, soweit es die eigene berufliche Tätigkeit zuließ. So entstand Schritt für Schritt ein Netzwerk, das in den folgenden Jahren durch weitere ehrenamtliche Mitwirkende wuchs.

Wir unterstützten Verbraucher bei ihren Anliegen und entwickelten unsere Arbeit weiter. In tausenden Fällen konnten wir Verbraucher erfolgreich vor Schaden bewahren. Neben die Hilfe im Einzelfall traten Informations- und Aufklärungsportale. Wir wollten Menschen auch dabei unterstützen, finanzielle Zusammenhänge früher zu verstehen, Risiken zu erkennen und Fragen zu stellen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Veränderungen auf unserem Weg

Als uns die Bürgerinnen und Bürger in der Corona-Zeit am dringendsten brauchten, waren wir da und haben umfassend informiert. Daraufhin entzog uns das Finanzamt Augsburg ohne Vorwarnung die Gemeinnützigkeit. Die offizielle Begründung lautete, wir hätten über Corona zu viel berichtet. Für uns war das ein Eingriff in die Freiheit unserer Informations- und Aufklärungsarbeit und damit in unsere Presse- und Meinungsfreiheit.

Illustration der heutigen ZusammenarbeitKonsequent entschieden wir uns daraufhin, die Arbeit in einer anderen Organisationsform fortzuführen. Der deutsche Verein wurde aufgelöst; heute führen wir die Tätigkeit als SAFE Schutzverein LLC seit 2025 mit Sitz in den USA weiter – ohne unverhältnismäßige Regularien, Bevormundung und Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit.

Die Rechtsform hat sich verändert, unser Auftrag nicht. Der neue Rechtsrahmen erlaubt uns, die Presse- und Meinungsfreiheit wieder im vollen Umfang in Anspruch zu nehmen – unverzichtbar für kritische Aufklärung – und bietet uns und den Verbrauchern mehr rechtliche Möglichkeiten und Absicherungen. Die ursprüngliche Motivation und die Vereinsstatuten begleiten uns weiterhin: Wir möchten Menschen Orientierung geben, ihre Fragen ernst nehmen, unterschiedliche Kompetenzen zusammenbringen und Menschen durch aktive, kompetente Hilfe vor Schaden bewahren – ihnen zur Seite stehen.

Damit kann unsere Erfolgsgeschichte im Sinne der Verbraucher weitergeführt werden …